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	<title>Ecco Homo &#8211; podcast-lesung.de</title>
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		<title>(2) Friedrich Nietzsche »Brief an Heinrich Köselitz« und »Ecco Homo«</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Jun 2006 17:35:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nietzsche, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Ecco Homo]]></category>
		<category><![CDATA[Nietzsche]]></category>

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		<description><![CDATA[Dauer: 5:01 &#124; Audiodatei herunterladen (3,63 MB)Friedrich NietzscheMarienbad 1880: Brief an Heinrich Köselitz „…Es sind die härtesten Opfer, die mein Gang im Leben und Denken von mir verlangt hat &#8211; noch jetzt schwankt nach einer Stunde sympathischer Unterhaltung mit wildfremden Menschen meine ganze Philosophie,es scheint mir so thöricht, Recht haben zu wollen um den Preis [&#8230;]]]></description>
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				<br>Dauer: 5:01 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/2-friedrich-nietzsche-brief-an-heinrich-koeselitz-und-ecco-homo.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (3,63 MB)</u></a><br><br><p>Friedrich Nietzsche<br />Marienbad 1880: Brief an Heinrich Köselitz</p>
<p>„…Es sind die härtesten Opfer, die mein Gang im Leben und Denken von mir verlangt hat &#8211; noch jetzt schwankt nach einer Stunde sympathischer Unterhaltung mit wildfremden Menschen meine ganze Philosophie,<br />es scheint mir so thöricht, Recht haben zu wollen um den Preis von Liebe, und sein Werthvollstes nicht mittheilen zu können, um nicht die Sympathie aufzuheben.“</p>
<p>——————————————</p>
<p>Friedrich Nietzsche<br />Ecce homo</p>
<p>Warum ich so weise bin.</p>
<p>1<br />..Mein Vater starb mit sechsunddreißig Jahren: er war zart, liebenswürdig und morbid, wie ein nur zum Vorübergehn bestimmtes Wesen,..</p>
<p>Mitten in Martern, … besaß ich eine Dialektiker-Klarheit par excellence und dachte Dinge sehr kaltblütig durch, zu denen ich in gesünderen Verhältnissen nicht Kletterer, nicht raffiniert, nicht kalt genug bin.</p>
<p>Mein Blut läuft langsam.</p>
<p>Ein Arzt, der mich länger als Nervenkranken behandelte, sagte schließlich: „nein! an Ihren Nerven liegt’s nicht, ich selber bin nur nervös.“</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-488" src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/g-f-watts-600x311.png" alt="" width="600" height="311" srcset="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/g-f-watts-600x311.png 600w, https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/g-f-watts.png 682w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>2<br />Jene Energie zur absoluten Vereinsamung und Herauslösung aus gewohnten Verhältnissen, der Zwang gegen mich, mich nicht mehr besorgen, bedienen, beärzteln zu lassen – das verräth die unbedingte Instinkt-Gewissheit darüber, was damals vor Allem noth that.</p>
<p>Ich nahm mich selbst in die Hand, ich machte mich selbst wieder gesund: die Bedingung dazu jeder Physiologe wird das zugeben &#8211; dass man im Grunde gesund ist.</p>
<p>…für einen typisch Gesunden kann umgekehrt Kranksein sogar ein energisches Stimulans zum Leben, zum Mehr-leben sein. So in der That erscheint mir jetzt jene lange Krankheits-Zeit: ich entdeckte das Leben gleichsam neu,..</p>
<p>ich machte aus meinem Willen zur Gesundheit, zum Leben, meine Philosophie …</p>
<p>Denn man gebe Acht darauf: die Jahre meiner niedrigsten Vitalität waren es, wo ich aufhörte, Pessimist zu sein..</p>
<p>…der Instinkt der Selbst-Wiederherstellung verbot mir eine Philosophie der Armuth und Entmuthigung…</p>
<p>…was ihn nicht umbringt, macht ihn stärker.</p>

<p>&nbsp;</p>
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			</item>
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