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	<title>Gedicht &#8211; podcast-lesung.de</title>
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		<title>(38) Johann Wolfgang von Goethe »Heidenröslein« 1771</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/38-johann-wolfgang-von-goethe-heidenroeslein-1771/</link>
		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 19:14:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Goethe, J. W.]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://podcast-lesung.de/2008/11/29/39-johann-wolfgang-von-goethe-heidenroeslein-1771/</guid>
		<description><![CDATA[Dauer: 1:55 &#124; Audiodatei herunterladen (4,58 MB)Sah ein Knab ein Röslein stehn, Röslein auf der Heiden, War so jung und morgenschön, Lief er schnell, es nah zu sehn, Sah’s mit vielen Freuden. Röslein, Röslein, Röslein rot, Röslein auf der Heiden. Knabe sprach: Ich breche dich, Röslein auf der Heiden! Röslein sprach: Ich steche dich, Daß [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<audio id="music" preload="true">
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				<br>Dauer: 1:55 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/38-johann-wolfgang-von-goethe-heidenroeslein-1771.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (4,58 MB)</u></a><br><br><p>Sah ein Knab ein Röslein stehn,<br />
Röslein auf der Heiden,<br />
War so jung und morgenschön,<br />
Lief er schnell, es nah zu sehn,<br />
Sah’s mit vielen Freuden.<br />
Röslein, Röslein, Röslein rot,<br />
Röslein auf der Heiden.</p>
<p>Knabe sprach: Ich breche dich,<br />
Röslein auf der Heiden!<br />
Röslein sprach: Ich steche dich,<br />
Daß du ewig denkst an mich,<br />
Und ich will’s nicht leiden.<br />
Röslein, Röslein, Röslein rot,<br />
Röslein auf der Heiden.</p>
<p>Und der wilde Knabe brach<br />
’s Röslein auf der Heiden;<br />
Röslein wehrte sich und stach,<br />
Half ihm doch kein Weh und Ach,<br />
Mußt es eben leiden.<br />
Röslein, Röslein, Röslein rot,<br />
Röslein auf der Heiden.</p>
<p><img src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/heidenroeslein-elisa-theusner.jpg"><br />
Collage: Elisa Demonkí<br />
Musik: Ulrike Theusner</p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>(29) mittelhochdeutsches Gedicht »Dû bist mîn«</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/29-mittelhochdeutsches-gedicht-du-bist-min/</link>
		<pubDate>Sun, 02 Dec 2007 19:44:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[mhd. Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Mittelalter]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://podcast-lesung.de/2007/12/02/30-mittelhochdeutsches-gedicht-du-bist-min/</guid>
		<description><![CDATA[Dauer: 0:41 &#124; Audiodatei herunterladen (1.011,21 KB)Dû bist mîn, ich bin dîn: des solt dû gewis sîn; dû bist beslozzen in mînem herzen, verlorn ist daz slüzzelîn: dû muost och immer darinne sîn. Bild: Antoine Watteau Musik: Elisa Demonkí &#38; Ulrike Theusner]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<audio id="music" preload="true">
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				<br>Dauer: 0:41 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/29-mittelhochdeutsches-gedicht-du-bist-min.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (1.011,21 KB)</u></a><br><br><p>Dû bist mîn, ich bin dîn:<br />
des solt dû gewis sîn;<br />
dû bist beslozzen in mînem herzen,<br />
verlorn ist daz slüzzelîn:<br />
dû muost och immer darinne sîn.</p>
<p><img src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/Watteau_cousines.jpg"><br />
Bild: <a href="http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Watteau_cousines.jpg">Antoine Watteau</a><br />
Musik: Elisa Demonkí &amp; <a href="http://ulrike-theusner.de">Ulrike Theusner</a></p>
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			</item>
		<item>
		<title>(24) Friedrich Schiller »Die Bürgschaft«</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/24-friedrich-schiller-die-buergschaft/</link>
		<pubDate>Thu, 03 May 2007 18:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Schiller, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Freundschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Schiller]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://podcast-lesung.de/2007/05/03/25-friedrich-schiller-die-buergschaft/</guid>
		<description><![CDATA[Dauer: 8:06 &#124; Audiodatei herunterladen (18,73 MB)Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich Damon, den Dolch im Gewande; Ihn schlugen die Häscher in Bande. »Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!« Entgegnet ihm finster der Wüterich. »Die Stadt vom Tyrannen befreien!« »Das sollst du am Kreuze bereuen.« »Ich bin«, spricht jener, »zu sterben bereit Und bitte nicht [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<audio id="music" preload="true">
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				<br>Dauer: 8:06 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/24-friedrich-schiller-die-buergschaft.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (18,73 MB)</u></a><br><br><p>Zu Dionys, dem Tyrannen, schlich<br />
Damon, den Dolch im Gewande;<br />
Ihn schlugen die Häscher in Bande.<br />
»Was wolltest du mit dem Dolche, sprich!«<br />
Entgegnet ihm finster der Wüterich.<br />
»Die Stadt vom Tyrannen befreien!«<br />
»Das sollst du am Kreuze bereuen.«</p>
<p>»Ich bin«, spricht jener, »zu sterben bereit<br />
Und bitte nicht um mein Leben;<br />
Doch willst du Gnade mir geben,<br />
Ich flehe dich um drei Tage Zeit,<br />
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit;<br />
Ich lasse den Freund dir als Bürgen,<br />
Ihn magst du, entrinn‘ ich, erwürgen.«</p>
<p>Da lächelt der König mit arger List<br />
Und spricht nach kurzem Bedenken:<br />
»Drei Tage will ich dir schenken.<br />
Doch wisse! wenn sie verstrichen, die Frist,<br />
Eh du zurück mir gegeben bist,<br />
So muß er statt deiner erblassen,<br />
Doch dir ist die Strafe erlassen.«</p>
<p>Und er kommt zum Freunde: »Der König gebeut,<br />
Daß ich am Kreuz mit dem Leben<br />
Bezahle das frevelnde Streben;<br />
Doch will er mir gönnen drei Tage Zeit,<br />
Bis ich die Schwester dem Gatten gefreit.<br />
So bleib du dem König zum Pfande,<br />
Bis ich komme, zu lösen die Bande.«</p>
<p>Und schweigend umarmt ihn der treue Freund<br />
Und liefert sich aus dem Tyrannen;<br />
Der andere ziehet von dannen.<br />
Und ehe das dritte Morgenrot scheint,<br />
Hat er schnell mit dem Gatten die Schwester vereint,<br />
Eilt heim mit sorgender Seele,<br />
Damit er die Frist nicht verfehle.</p>
<p>Da gießt unendlicher Regen herab,<br />
Von den Bergen stürzen die Quellen;<br />
Und die Bäche, die Ströme schwellen.<br />
Und er kommt ans Ufer mit wanderndem Stab,<br />
Da reißet die Brücke der Strudel hinab,<br />
Und donnernd sprengen die Wogen<br />
Dem Gewölbes krachenden Bogen.</p>
<p>Und trostlos irrt er an Ufers Rand:<br />
Wie weit er auch spähet und blicket<br />
Und die Stimme, die rufende, schicket.<br />
Da stößet kein Nachen vom sichern Strand,<br />
Der ihn setze an das gewünschte Land,<br />
Kein Schiffer lenket die Fähre,<br />
Und der wilde Strom wird zum Meere.</p>
<p>Da sinkt er ans Ufer und weint und fleht,<br />
Die Hände zum Zeus erhoben:<br />
»O hemme des Stromes Toben!<br />
Es eilen die Stunden, im Mittag steht<br />
Die Sonne, und wenn sie niedergeht<br />
Und ich kann die Stadt nicht erreichen,<br />
So muß der Freund mir erbleichen.«</p>
<p>Doch wachsend erneut sich des Stromes Wut,<br />
Und Welle auf Welle zerrinnet,<br />
Und Stunde an Stunde ertrinnet.<br />
Da treibt ihn die Angst, da faßt er sich Mut<br />
Und wirft sich hinein in die brausende Flut<br />
Und teilt mit gewaltigen Armen<br />
Den Strom, und ein Gott hat Erbarmen.</p>
<p>Und gewinnt das Ufer und eilet fort<br />
Und danket dem rettenden Gotte;<br />
Da stürzet die raubende Rotte<br />
Hervor aus des Waldes nächtlichem Ort,<br />
Den Pfad ihm sperrend, und schnaubert Mord<br />
Und hemmet des Wanderers Eile<br />
Mit drohend geschwungener Keule.</p>
<p>»Was wollt ihr?« ruft er, vor Schrecken bleich,<br />
»Ich habe nichts als mein Leben,<br />
Das muß ich dem Könige geben!«<br />
Und entreißt die Keule dem nächsten gleich:<br />
»Um des Freundes willen erbarmet euch!«<br />
Und drei mit gewaltigen Streichen,<br />
Erlegt er, die andern entweichen.</p>
<p>Und die Sonne versendet glühenden Brand,<br />
Und von der unendlichen Mühe<br />
Ermattet sinken die Knie:<br />
»O hast du mich gnädig aus Räubershand,<br />
Aus dem Strom mich gerettet ans heilige Land,<br />
Und soll hier verschmachtend verderben,<br />
Und der Freund mir, der liebende, sterben!«</p>
<p>Und horch! da sprudelt es silberhell,<br />
Ganz nahe, wie rieselndes Rauschen,<br />
Und stille hält er, zu lauschen;<br />
Und sieh, aus dem Felsen, geschwätzig, schnell,<br />
Springt murmelnd hervor ein lebendiger Quell,<br />
Und freudig bückt er sich nieder<br />
Und erfrischet die brennenden Glieder.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-531" src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/640px-Church_Heart_of_the_Andes-600x338.jpg" alt="" width="600" height="338" srcset="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/640px-Church_Heart_of_the_Andes-600x338.jpg 600w, https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/640px-Church_Heart_of_the_Andes.jpg 624w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>Und die Sonne blickt durch der Zweige Grün<br />
Und malt auf den glänzenden Matten<br />
Der Bäume gigantische Schatten;<br />
Und zwei Wanderer sieht er die Straße ziehn,<br />
Will eilenden Laufes vorüberfliehn,<br />
Da hört er die Worte sie sagen:<br />
»Jetzt wird er ans Kreuz geschlagen.«</p>
<p>Und die Angst beflügelt den eilenden Fuß,<br />
Ihn jagen der Sorge Qualen;<br />
Da schimmern in Abendrots Strahlen<br />
Von ferne die Zinnen von Syrakus,<br />
Und entgegen kommt ihm Philostratus,<br />
Des Hauses redlicher Hüter,<br />
Der erkennet entsetzt den Gebieter:</p>
<p>»Zurück! du rettest den Freund nicht mehr,<br />
So rette das eigene Leben!<br />
Den Tod erleidet er eben.<br />
Von Stunde zu Stunde gewartet‘ er<br />
Mit hoffender Seele der Wiederkehr,<br />
Ihm konnte den mutigen Glauben<br />
Der Hohn des Tyrannen nicht rauben.«</p>
<p>»Und ist es zu spät, und kann ich ihm nicht,<br />
Ein Retter, willkommen erscheinen,<br />
So soll mich der Tod ihm vereinen.<br />
Des rühme der blut’ge Tyrann sich nicht,<br />
Daß der Freund dem Freunde gebrochen die Pflicht;<br />
Er schlachte der Opfer zweie<br />
Und glaube an Liebe und Treue!«</p>
<p>Und die Sonne geht unter, da steht er am Tor<br />
Und sieht das Kreuz schon erhöhet,<br />
Das die Menge gaffend umstehet;<br />
An dem Seile schon zieht man den Freund empor,<br />
Da zertrennt er gewaltig den dichter Chor:<br />
»Mich, Henker«, ruft er, »erwürget!<br />
Da bin ich, für den er gebürget!«</p>
<p>Und Erstaunen ergreifet das Volk umher,<br />
In den Armen liegen sich beide<br />
Und weinen vor Schmerzen und Freude.<br />
Da sieht man kein Auge tränenleer,<br />
Und zum Könige bringt man die Wundermär‘;<br />
Der fühlt ein menschliches Rühren,<br />
Läßt schnell vor den Thron sie führen,</p>
<p>Und blicket sie lange verwundert an.<br />
Drauf spricht er: »Es ist euch gelungen,<br />
Ihr habt das Herz mir bezwungen;<br />
Und die Treue, sie ist doch kein leerer Wahn –<br />
So nehmet auch mich zum Genossen an.<br />
Ich sei, gewährt mir die Bitte,<br />
In eurem Bunde der dritte!«</p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>(23) Johann Wolfgang von Goethe »Osterspaziergang«</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/23-johann-wolfgang-von-goethe-osterspaziergang/</link>
		<pubDate>Thu, 05 Apr 2007 20:35:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Goethe, J. W.]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>
		<category><![CDATA[Ostern]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://podcast-lesung.de/2007/04/05/24-johann-wolfgang-von-goethe-osterspaziergang/</guid>
		<description><![CDATA[Dauer: 2:17 &#124; Audiodatei herunterladen (5,23 MB)Vom Eise befreit sind Strom und Bäche Durch des Frühlings holden, belebenden Blick; Im Tale grünet Hoffnungsglück; Der alte Winter, in seiner Schwäche, Zog sich in rauhe Berge zurück. Von dorther sendet er, fliehend, nur Ohnmächtige Schauer körnigen Eises In Streifen über die grünende Flur; Aber die Sonne duldet [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<audio id="music" preload="true">
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				<br>Dauer: 2:17 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/23-johann-wolfgang-von-goethe-osterspaziergang.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (5,23 MB)</u></a><br><br><p>Vom Eise befreit sind Strom und Bäche<br />
Durch des Frühlings holden, belebenden Blick;<br />
Im Tale grünet Hoffnungsglück;<br />
Der alte Winter, in seiner Schwäche,<br />
Zog sich in rauhe Berge zurück.</p>
<p>Von dorther sendet er, fliehend, nur<br />
Ohnmächtige Schauer körnigen Eises<br />
In Streifen über die grünende Flur;<br />
Aber die Sonne duldet kein Weißes:<br />
Überall regt sich Bildung und Streben,<br />
Alles will sie mit Farben beleben;<br />
Doch an Blumen fehlt&#8217;s im Revier,<br />
Sie nimmt geputzte Menschen dafür.</p>
<p>Kehre dich um, von diesen Höhen<br />
Nach der Stadt zurückzusehen.<br />
Aus dem hohlen finstern Tor<br />
Dringt ein buntes Gewimmel hervor.<br />
Jeder sonnt sich heute so gern.</p>
<p>Sie feiern die Auferstehung des Herrn,<br />
Denn sie sind selber auferstanden,<br />
Aus niedriger Häuser dumpfen Gemächern,<br />
Aus Handwerks- und Gewerbesbanden,<br />
Aus dem Druck von Giebeln und Dächern,<br />
Aus der Straßen quetschender Enge,<br />
Aus der Kirchen ehrwürdiger Nacht<br />
Sind sie alle ans Licht gebracht.</p>
<p><img style="width: 80%;" src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/osterspaziergang.jpg" /></p>
<p>Sieh nur, sieh! wie behend sich die Menge<br />
Durch die Gärten und Felder zerschlägt,<br />
Wie der Fluß, in Breit&#8217; und Länge,<br />
So manchen lustigen Nachen bewegt,<br />
Und bis zum Sinken überladen<br />
Entfernt sich dieser letzte Kahn.</p>
<p>Selbst von des Berges fernen Pfaden<br />
Blinken uns farbige Kleider an.<br />
Ich höre schon des Dorfs Getümmel,<br />
Hier ist des Volkes wahrer Himmel,<br />
Zufrieden jauchzet groß und klein;<br />
Hier bin ich Mensch, hier darf ich&#8217;s sein.</p>
<p>Klavier: <a href="http://ulrike-theusner.de">Ulrike Theusner</a> mit <a href="http://www.kutschfahrten-grobe.de/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=16&amp;Itemid=44"><br />
„Original WeimarerKutschenAtmo“</a><br />
Bild: Randolph Caldecott</p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>(20) Johann Wolfgang von Goethe »Erlkönig«</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/20-johann-wolfgang-von-goethe-erlkoenig/</link>
		<pubDate>Sun, 04 Feb 2007 16:48:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Goethe, J. W.]]></category>
		<category><![CDATA[Gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[Goethe]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://podcast-lesung.de/2007/02/04/21-johann-wolfgang-von-goethe-erlkoenig/</guid>
		<description><![CDATA[Dauer: 3:51 &#124; Audiodatei herunterladen (9,00 MB)Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind; Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm. Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? – Siehst Vater, du den Erlkönig nicht? Den Erlenkönig [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<audio id="music" preload="true">
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				<br>Dauer: 3:51 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/20-johann-wolfgang-von-goethe-erlkoenig.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (9,00 MB)</u></a><br><br><p>Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?<br />
Es ist der Vater mit seinem Kind;<br />
Er hat den Knaben wohl in dem Arm,<br />
Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.</p>
<p>Mein Sohn, was birgst du so bang dein Gesicht? –<br />
Siehst Vater, du den Erlkönig nicht?<br />
Den Erlenkönig mit Kron und Schweif? –<br />
Mein Sohn, es ist ein Nebelstreif. –</p>
<p>»Du liebes Kind, komm, geh mit mir!<br />
Gar schöne Spiele spiel ich mit dir;<br />
Manch bunte Blumen sind an dem Strand,<br />
Meine Mutter hat manch gülden Gewand.«</p>
<p>Mein Vater, mein Vater, und hörest du nicht,<br />
Was Erlenkönig mir leise verspricht? –<br />
Sei ruhig, bleibe ruhig, mein Kind;<br />
In dürren Blättern säuselt der Wind. –</p>
<p>»Willst, feiner Knabe, du mit mir gehn?<br />
Meine Töchter sollen dich warten schön;<br />
Meine Töchter führen den nächtlichen Reihn<br />
Und wiegen und tanzen und singen dich ein.«</p>
<p><img src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/Kirchbach_100_Erlkoenig__2_.jpg" /><br />
<small> <i>Illustriert von Frank Kirchbach</i> </small></p>
<p>Mein Vater, mein Vater, und siehst du nicht dort<br />
Erlkönigs Töchter am düstren Ort? –<br />
Mein Sohn, mein Sohn, ich seh es genau:<br />
Es scheinen die alten Weiden so grau. –</p>
<p>»Ich liebe dich, mich reizt deine schöne Gestalt;<br />
Und bist du nicht willig, so brauch ich Gewalt.«<br />
Mein Vater, mein Vater, jetzt faßt er mich an!<br />
Erlkönig hat mir ein Leids getan! –</p>
<p>Dem Vater grauset’s, er reitet geschwind,<br />
Er hält in den Armen das ächzende Kind,<br />
Erreicht den Hof mit Mühe und Not;<br />
In seinen Armen das Kind war tot.</p>
]]></content:encoded>
			</item>
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