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	<title>Nietzsche &#8211; podcast-lesung.de</title>
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		<title>(64) Friedrich Nietzsche »Die Hoffnung« aus »Menschliches, Allzumenschliches I«</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/64-friedrich-nietzsche-die-hoffnung-aus-menschliches-allzumenschliches-i/</link>
		<pubDate>Sat, 01 Jan 2022 16:58:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nietzsche, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Melancholie]]></category>
		<category><![CDATA[Nietzsche]]></category>
		<category><![CDATA[Pandora]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis]]></category>
		<category><![CDATA[Zeus]]></category>

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		<description><![CDATA[Dauer: 4:31 &#124; Audiodatei herunterladen (6,48 MB)Die Hoffnung. — Pandora brachte das Fass mit den Übeln und öffnete es. Es war das Geschenk der Götter an die Menschen, von Außen ein schönes verführerisches Geschenk und &#8220;Glücksfass&#8221; zubenannt. Da flogen all die Übel, lebendige beschwingte Wesen heraus: von da an schweifen sie nun herum und tun [&#8230;]]]></description>
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				<br>Dauer: 4:31 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/64-friedrich-nietzsche-die-hoffnung-aus-menschliches-allzumenschliches-i.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (6,48 MB)</u></a><br><br><p>Die Hoffnung. — Pandora brachte das Fass mit den Übeln und öffnete es.</p>
<p>Es war das Geschenk der Götter an die Menschen, von Außen ein schönes verführerisches Geschenk und &#8220;Glücksfass&#8221; zubenannt.</p>
<p>Da flogen all die Übel, lebendige beschwingte Wesen heraus: von da an schweifen sie nun herum und tun den Menschen Schaden bei Tag und Nacht.</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-799" src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/john-flaxman-nietzsche-hoffnung-pandora-600x300.jpg" alt="" width="600" height="300" /></p>
<p>Ein einziges Übel war noch nicht aus dem Fass herausgeschlüpft: da schlug Pandora nach Zeus&#8217; Willen den Deckel zu und so blieb es darin.</p>
<p>Für immer hat der Mensch nun das Glücksfass im Hause und meint Wunder was für einen Schatz er in ihm habe; es steht ihm zu Diensten, er greift darnach: wenn es ihn gelüstet; denn er weiß nicht, dass jenes Fass, welches Pandora brachte, das Fass der Übel war, und hält das zurückgebliebene Übel für das größte Glücksgut, — es ist die Hoffnung.</p>
<p>— Zeus wollte nämlich, dass der Mensch, auch noch so sehr durch die anderen Übel gequält, doch das Leben nicht wegwerfe, sondern fortfahre, sich immer von Neuem quälen zu lassen. Dazu gibt er dem Menschen die Hoffnung: sie ist in Wahrheit das übelste der Übel, weil sie die Qual der Menschen verlängert.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-803" src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/munch-Friederich_Nietzsche.jpg" alt="" width="400" height="504" /></p>
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			</item>
		<item>
		<title>(52) Friedrich Nietzsche »Der Einsame«</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/52-friedrich-nietzsche-der-einsame/</link>
		<pubDate>Tue, 05 Feb 2013 22:01:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nietzsche, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Nietzsche]]></category>
		<category><![CDATA[Selbsterkenntnis]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://podcast-lesung.de/2013/02/05/53-friedrich-nietzsche-der-einsame/</guid>
		<description><![CDATA[Dauer: 2:43 &#124; Audiodatei herunterladen (6,40 MB)Verhaßt ist mir das Folgen und das Führen. Gehorchen? Nein! Und aber nein – Regieren! Wer sich nicht schrecklich ist, macht niemand Schrecken: Und nur wer Schrecken macht, kann andre führen. Verhaßt ist mirs schon, selber mich zu führen! Ich liebe es, gleich Wald- und Meerestieren, mich für ein [&#8230;]]]></description>
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				<br>Dauer: 2:43 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/52-friedrich-nietzsche-der-einsame.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (6,40 MB)</u></a><br><br><p>Verhaßt ist mir das Folgen und das Führen.<br />
Gehorchen? Nein! Und aber nein – Regieren!<br />
Wer sich nicht schrecklich ist, macht niemand Schrecken:<br />
Und nur wer Schrecken macht, kann andre führen.<br />
Verhaßt ist mirs schon, selber mich zu führen!</p>
<p><img src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/narr.jpg"></p>
<p>Ich liebe es, gleich Wald- und Meerestieren,<br />
mich für ein gutes Weilchen zu verlieren,<br />
in holder Irrnis grüblerisch zu hocken,<br />
von ferne her mich endlich heimzulocken,<br />
mich selber zu mir selber – zu verführen.</p>
<p>Bild: Randolph Caldecott<br />
Musik: <a href="http://ulrike-theusner.de">Ulrike Theusner</a></p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>(42) Friedrich Nietzsche »Menschliches, Allzumenschliches«</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/42-friedrich-nietzsche-menschliches-allzumenschliches/</link>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2009 16:55:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nietzsche, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Nietzsche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://podcast-lesung.de/2009/06/10/43-friedrich-nietzsche-menschliches-allzumenschliches/</guid>
		<description><![CDATA[Dauer: 4:06 &#124; Audiodatei herunterladen (9,57 MB)228 Der starke, gute Charakter Die Gebundenheit der Ansichten, durch Gewöhnung zum Instinkt geworden, führt zu dem, was man Charakterstärke nennt. Wenn Jemand aus wenigen, aber immer aus den gleichen Motiven handelt, so erlangen seine Handlungen eine grosse Energie; stehen diese Handlungen im Einklange mit den Grundsätzen der gebundenen [&#8230;]]]></description>
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				<br>Dauer: 4:06 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/42-friedrich-nietzsche-menschliches-allzumenschliches.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (9,57 MB)</u></a><br><br><p><b>228</b></p>
<p><b><br />
</b><b>Der starke, gute Charakter</b></p>
<p>Die Gebundenheit der Ansichten,<br />
durch Gewöhnung zum Instinkt geworden,<br />
führt zu dem, was man Charakterstärke nennt.</p>
<p>Wenn Jemand aus wenigen,<br />
aber immer aus den gleichen Motiven handelt,<br />
so erlangen seine Handlungen eine grosse Energie;<br />
stehen diese Handlungen im Einklange<br />
mit den Grundsätzen der gebundenen Geister,<br />
so werden sie anerkannt<br />
und erzeugen in Dem, der sie tut,<br />
die Empfindung des guten Gewissens.</p>
<p>Wenige Motive,<br />
energisches Handeln<br />
und gutes Gewissen machen Das aus,<br />
was man Charakterstärke nennt.</p>
<p>Dem Charakterstarken fehlt die Kenntnis<br />
der vielen Möglichkeiten und Richtungen des Handelns;<br />
sein Intellekt ist unfrei, gebunden,<br />
weil er ihm in einem gegebenen Falle<br />
vielleicht nur zwei Möglichkeiten zeigt;</p>
<p>zwischen diesen muss er jetzt<br />
gemäss seiner ganzen Natur mit Notwendigkeit wählen,</p>
<p>und er tut dies leicht und schnell,<br />
weil er nicht zwischen fünfzig Möglichkeiten zu wählen hat.</p>
<p>Die erziehende Umgebung will jeden Menschen unfrei machen,<br />
indem sie ihm immer die geringste Zahl von Möglichkeiten<br />
vor Augen stellt.</p>
<p>Das Individuum wird von seinen Erziehern behandelt,<br />
als ob es zwar etwas Neues sei,<br />
aber eine Wiederholung werden solle.</p>
<p>Erscheint der Mensch zunächst als etwas Unbekanntes, nie Dagewesenes,<br />
so soll er zu etwas Bekanntem, Dagewesenem gemacht werden.</p>
<p>Einen guten Charakter nennt man an einem Kinde<br />
das Sichtbarwerden der Gebundenheit durch das Dagewesene;<br />
indem das Kind sich auf die Seite der gebundenen Geister stellt,<br />
bekundet es zuerst seinen erwachsenen Gemeinsinn;<br />
auf der Grundlage dieses Gemeinsinns<br />
aber wird es später seinem Staate oder Stande nützlich.</p>
<p><b>289</b></p>
<p><b><br />
</b><b>Wert der Krankheit </b></p>
<p>Der Mensch,<br />
der krank zu Bette liegt,<br />
kommt mitunter dahinter,<br />
dass er gewöhnlich an seinem Amte,<br />
Geschäfte oder an seiner Gesellschaft krank ist<br />
und durch sie jede Besonnenheit über sich verloren hat:<br />
er gewinnt diese Weisheit aus der Musse,<br />
zu welcher ihn seine Krankheit zwingt.</p>
<p><img src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/Fresnaye.jpg"></p>
<p>Bild: Roger Noel<br />
Musik: Ulrike Theusner</p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>(25) Friedrich Nietzsche &#8211; »Die fröhliche Wissenschaft« 268-275</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/25-friedrich-nietzsche-die-froehliche-wissenschaft-268-275/</link>
		<pubDate>Thu, 28 Jun 2007 15:12:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nietzsche, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Nietzsche]]></category>

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		<description><![CDATA[Dauer: 1:09 &#124; Audiodatei herunterladen (2,80 MB)– 268 – Was macht heroisch? Zugleich seinem höchsten Leide und seiner höchsten Hoffnung entgegengehen. – 269 – Woran glaubst du? Daran: dass die Gewichte aller Dinge neu bestimmt werden müssen. – 270 – Was sagt dein Gewissen? „Du sollst der werden, der du bist“. – 271 – Wo [&#8230;]]]></description>
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				<br>Dauer: 1:09 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/25-friedrich-nietzsche-die-froehliche-wissenschaft-268-275.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (2,80 MB)</u></a><br><br><p><b>– 268 –</b><br />
Was macht heroisch?<br />
<i>Zugleich seinem höchsten Leide<br />
und seiner höchsten Hoffnung entgegengehen.</i></p>
<p><b>– 269 –</b><br />
Woran glaubst du?<br />
<i>Daran:<br />
dass die Gewichte aller Dinge<br />
neu bestimmt werden müssen.</i></p>
<p><b>– 270 –</b><br />
Was sagt dein Gewissen?<br />
<i>„Du sollst der werden, der du bist“.</i></p>
<p><b>– 271 –</b><br />
Wo liegen deine größten Gefahren?<br />
<i>Im Mitleiden.</i></p>
<p><b>– 272 –</b><br />
Was liebst du an Anderen?<br />
<i>Meine Hoffnungen.</i></p>
<p><b>– 273 –</b><br />
Was nennst du schlecht?<br />
<i>Den, der immer beschämen will.</i></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-528" src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/monasterio.png" alt="" width="494" height="480" /></p>
<p><b>– 274 –</b><br />
Was ist dir das Menschlichste?<br />
<i>Jemandem Scham ersparen.</i></p>
<p><b>– 275 –</b><br />
Was ist das Siegel der erreichten Freiheit?<br />
<i>Sich nicht mehr vor sich selber schämen.</i></p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>(19) Friedrich Nietzsche »Zarathustra« 3.Teil &#8211; Der Wanderer</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/19-friedrich-nietzsche-zarathustra-3-teil-der-wanderer/</link>
		<pubDate>Mon, 22 Jan 2007 18:16:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nietzsche, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Nietzsche]]></category>
		<category><![CDATA[Zarathustra]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://podcast-lesung.de/2007/01/22/20-friedrich-nietzsche-zarathustra-3-teil-der-wanderer/</guid>
		<description><![CDATA[Dauer: 8:27 &#124; Audiodatei herunterladen (10,78 MB)Als nun Zarathustra so den Berg hinanstieg, gedachte er unterwegs des vielen einsamen Wanderns von Jugend an, und wie viele Berge und Rücken und Gipfel er schon gestiegen sei. Ich bin ein Wanderer und ein Bergsteiger, sagte er zu seinem Herzen, ich liebe die Ebenen nicht, und es scheint, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<audio id="music" preload="true">
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				<br>Dauer: 8:27 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/19-friedrich-nietzsche-zarathustra-3-teil-der-wanderer.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (10,78 MB)</u></a><br><br><p>Als nun Zarathustra so den Berg hinanstieg,<br />
gedachte er unterwegs des vielen einsamen Wanderns von Jugend an,<br />
und wie viele Berge und Rücken und Gipfel er schon gestiegen sei.</p>
<p>Ich bin ein Wanderer und ein Bergsteiger,<br />
sagte er zu seinem Herzen,<br />
ich liebe die Ebenen nicht,<br />
und es scheint,<br />
ich kann nicht lange still sitzen.</p>
<p>Und was mir nun auch noch als Schicksal und Erlebnis komme<br />
– ein Wandern wird darin sein und ein Bergsteigen:<br />
man erlebt endlich nur noch sich selber.</p>
<p>Die Zeit ist abgeflossen, wo mir noch Zufälle begegnen durften;<br />
und was könnte jetzt noch zu mir fallen,<br />
was nicht schon mein Eigen wäre!</p>
<p>Es kehrt nur zurück, es kommt mir endlich heim –<br />
mein eigen Selbst,<br />
und was von ihm lange in der Fremde war<br />
und zerstreut unter alle Dinge und Zufälle.</p>
<p>Und noch eins weiß ich:<br />
ich stehe jetzt vor meinem letzten Gipfel und vor dem,<br />
was mir am längsten aufgespart war.<br />
Ach, meinen härtesten Weg muss ich hinan!<br />
Ach, ich begann meine einsamste Wanderung!</p>
<p>Wer aber meiner Art ist,<br />
der entgeht einer solchen Stunde nicht:<br />
der Stunde, die zu ihm redet:<br />
„Jetzt erst gehst du deinen Weg der Größe!<br />
Gipfel und Abgrund – das ist jetzt in Eins beschlossen!</p>
<p>Du gehst deinen Weg der Größe:<br />
nun ist deine letzte Zuflucht worden,<br />
was bisher deine letzte Gefahr hieß!</p>
<p>Du gehst deinen Weg der Größe:<br />
das muss nun dein bester Mut sein,<br />
dass es hinter dir keinen Weg mehr gibt!</p>
<p>Du gehst deinen Weg der Größe;<br />
hier soll dir keiner nachschleichen!</p>
<p>Dein Fuß selber löschte hinter dir den Weg aus,<br />
und über ihm steht geschrieben: Unmöglichkeit.</p>
<p>Und wenn dir nunmehr alle Leitern fehlen,<br />
so musst du verstehen,<br />
noch auf deinen eigenen Kopf zu steigen:<br />
wie wolltest du anders aufwärts steigen?</p>
<p>Auf deinen eigenen Kopf und hinweg über dein eigenes Herz!<br />
Jetzt muss das Mildeste an dir noch zum Härtesten werden.</p>
<p>Wer sich stets viel geschont hat,<br />
der kränkelt zuletzt an seiner vielen Schonung.<br />
Gelobt sei, was hart macht!<br />
Ich lobe das Land nicht, wo Butter und Honig – fließt!</p>
<p>Von sich absehen lernen ist nötig,<br />
um viel zu sehn:<br />
– diese Härte tut jedem Bergsteigenden Not.</p>
<p>Wer aber mit den Augen zudringlich ist als Erkennender,<br />
wie sollte der von allen Dingen mehr als ihre vorderen Gründe sehn!</p>
<p>Du aber, oh Zarathustra,<br />
wolltest aller Dinge Grund schaun und Hintergrund:<br />
so musst du schon über dich selber steigen,<br />
– hinan, hinauf, bis du auch deine Sterne noch unter dir hast!</p>
<p>Ja! Hinab auf mich selber sehn und noch auf meine Sterne:<br />
das erst hieße mir mein Gipfel,<br />
das blieb mir noch zurück als mein letzter Gipfel! -“</p>
<p>Also sprach Zarathustra im Steigen zu sich,<br />
mit harten Sprüchlein sein Herz tröstend:<br />
denn er ward wund am Herzen wie noch niemals zuvor.</p>
<p>Und als er auf die Höhe des Bergrückens kam,<br />
siehe, da lag das andere Meer vor ihm ausgebreitet:<br />
und er stand still und schwieg lange.</p>
<p>Die Nacht aber war kalt in dieser Höhe und klar und hellgestirnt.</p>
<p>Ich erkenne mein Los, sagte er endlich mit Trauer.<br />
Wohlan! Ich bin bereit. Eben begann meine letzte Einsamkeit.</p>
<p>Ach, diese schwarze traurige See unter mir!<br />
Ach, Schicksal und See! Zu euch muss ich nun hinab steigen!</p>
<p>Vor meinem höchsten Berge stehe ich<br />
und vor meiner längsten Wanderung:<br />
darum muss ich erst tiefer hinab als ich jemals stieg:</p>
<p>– tiefer hinab in den Schmerz als ich jemals stieg,<br />
bis hinein in seine schwärzeste Flut!<br />
So will es mein Schicksal: Wohlan! Ich bin bereit.</p>
<p>Woher kommen die höchsten Berge? so fragte ich einst.<br />
Da lernte ich, dass sie aus dem Meere kommen.</p>
<p>Dies Zeugnis ist in ihr Gestein geschrieben<br />
und in die Wände ihrer Gipfel.<br />
Aus dem Tiefsten muss das Höchste zu seiner Höhe kommen. –</p>
<p>Als er aber in die Nähe des Meeres kam<br />
und zuletzt allein unter den Klippen stand,<br />
da war er unterwegs müde geworden und sehnsüchtiger<br />
als noch zuvor.</p>
<p>Es schläft jetzt alles noch, sprach er; auch das Meer schläft.</p>
<p>Aber es atmet warm, das fühle ich. Und ich fühle auch,<br />
dass es träumt.<br />
Es windet sich träumend auf harten Kissen.</p>
<p>Horch! Horch! Wie es stöhnt von bösen Erinnerungen!<br />
Oder bösen Erwartungen?</p>
<p>Ach, ich bin traurig mit dir, du dunkles Ungeheuer,<br />
und mir selber noch gram um deinetwillen.</p>
<p>Ach, dass meine Hand nicht Stärke genug hat!<br />
Gerne, wahrlich, möchte ich dich von bösen Träumen erlösen! –</p>
<p>Und indem Zarathustra so sprach,<br />
lachte er mit Schwermut und Bitterkeit über sich selber.</p>
<p>Wie! Zarathustra! sagte er, willst du noch dem Meere Trost singen?</p>
<p>Ach, du liebreicher Narr Zarathustra, du Vertrauens-Überseliger!<br />
Aber so warst du immer:<br />
immer kamst du vertraulich zu allem Furchtbaren.</p>
<p>Jedes Ungetüm wolltest du streicheln.<br />
Ein Hauch warmen Atems,<br />
ein wenig weiches Gezottel an der Tatze -:<br />
und gleich warst du bereit, es zu lieben und zu locken.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-548" src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/lossy-page1-625px-Edvard_Munch_Encounter_in_Space_Thielska_297M89.tif.jpg" alt="" width="513" height="364" /></p>
<p>Die Liebe ist die Gefahr des Einsamsten,<br />
die Liebe zu Allem, wenn es nur lebt!<br />
Zum Lachen ist wahrlich meine Narrheit<br />
und meine Bescheidenheit in der Liebe!</p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>(15) Friedrich Nietzsche »Abschied«</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/15-friedrich-nietzsche-abschied/</link>
		<pubDate>Fri, 10 Nov 2006 21:35:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nietzsche, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Nietzsche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://podcast-lesung.de/2006/11/10/16-friedrich-nietzsche-abschied/</guid>
		<description><![CDATA[Dauer: 1:29 &#124; Audiodatei herunterladen (1,56 MB)Die Krähen schrei’n Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt: Bald wird es schnei’n ? Wohl dem, der jetzt noch ? Heimat hat! Nun stehst du starr, Schaust rückwärts ach! wie lange schon! Was bist du, Narr, Vor Winters in die Welt ? entflohn? Die Welt ? ein Thor Zu [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<audio id="music" preload="true">
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Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:<br />
Bald wird es schnei’n ?<br />
Wohl dem, der jetzt noch ? Heimat hat!</p>
<p>Nun stehst du starr,<br />
Schaust rückwärts ach! wie lange schon!<br />
Was bist du, Narr,<br />
Vor Winters in die Welt ? entflohn?</p>
<p>Die Welt ? ein Thor<br />
Zu tausend Wüsten stumm und kalt!<br />
Wer Das verlor,<br />
Was du verlorst, macht nirgends Halt.</p>
<p>Nun stehst du bleich,<br />
Zur Winter-Landschaft verflucht,<br />
Dem Rauche gleich,<br />
Der stets nach kältern Himmeln sucht.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-546" src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/462px-Edvard_Munch_-_View_from_Fossveien.jpg" alt="" width="462" height="599" /></p>
<p>Flieg‘, Vogel, schnarr‘<br />
Dein Lied im Wüsten-Vogel-Ton! ?<br />
Versteck‘ du Narr,<br />
Dein blutend Herz in Eis und Hohn!</p>
<p>Die Krähen schrei’n<br />
Und ziehen schwirren Flugs zur Stadt:<br />
Bald wird es schnei’n ?<br />
Weh dem, der keine Heimat hat!</p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>(13) Friedrich Nietzsche »Zarathustra« 1.Teil Nr.2</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/13-friedrich-nietzsche-zarathustra-1-teil-nr-2/</link>
		<pubDate>Tue, 26 Sep 2006 19:59:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nietzsche, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Nietzsche]]></category>
		<category><![CDATA[Zarathustra]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://podcast-lesung.de/2006/09/26/14-friedrich-nietzsche-zarathustra-1-teil-nr-2/</guid>
		<description><![CDATA[Dauer: 3:47 &#124; Audiodatei herunterladen (3,71 MB)»Ja, ich erkenne Zarathustra. Rein ist sein Auge, und an seinem Munde birgt sich kein Ekel. Geht er nicht daher wie ein Tänzer? Verwandelt ist Zarathustra, zum Kind ward Zarathustra, ein Erwachter ist Zarathustra: was willst du nun bei den Schlafenden? Wie im Meere lebtest du in der Einsamkeit, [&#8230;]]]></description>
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				<br>Dauer: 3:47 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/13-friedrich-nietzsche-zarathustra-1-teil-nr-2.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (3,71 MB)</u></a><br><br><p>»Ja, ich erkenne Zarathustra. Rein ist sein Auge, und an seinem Munde birgt sich kein Ekel. Geht er nicht daher wie ein Tänzer?</p>
<p>Verwandelt ist Zarathustra, zum Kind ward Zarathustra, ein Erwachter ist Zarathustra: was willst du nun bei den Schlafenden?</p>
<p>Wie im Meere lebtest du in der Einsamkeit, und das Meer trug dich. Wehe, du willst an’s Land steigen? Wehe, du willst deinen Leib wieder selber schleppen?« Zarathustra antwortete: »Ich liebe die Menschen.«</p>
<p>»Warum«, sagte der Heilige, »ging ich doch in den Wald und die Einöde?<br />
War es nicht, weil ich die Menschen allzu sehr liebte?</p>
<p>Jetzt liebe ich Gott: die Menschen liebe ich nicht. Der Mensch ist mir eine zu unvollkommene Sache. Liebe zum Menschen würde mich umbringen.“</p>
<p>Zarathustra antwortete: »Was sprach ich von Liebe! Ich bringe den Menschen ein Geschenk.« »Gib ihnen Nichts«, sagte der Heilige. »Nimm ihnen lieber etwas ab und trage es mit ihnen – das wird ihnen am wohlsten tun: wenn er dir nur wohltut!</p>
<p>Und willst du ihnen geben, so gib nicht mehr, als ein Almosen, und lass sie noch darum betteln!«</p>
<p>»Nein«, antwortete Zarathustra, »ich geb kein Almosen. Dazu bin ich nicht arm genug.« Der Heilige lachte über Zarathustra und sprach also: »So sieh zu, dass sie deine Schätze annehmen! Sie sind mißtrauisch gegen die Einsiedler und glauben nicht, daß wir kommen, um zu schenken. Unsre Schritte klingen ihnen zu einsam durch die Gassen. Und wie wenn sie Nachts in ihren Betten einen Mann gehen hören, lange bevor die Sonne aufsteht, so fragen sie sich wohl: wohin will der Dieb?</p>
<p>Gehe nicht zu den Menschen und bleibe im Walde!<br />
Gehe lieber noch zu den Tieren!<br />
Warum willst du nicht sein, wie ich,<br />
– ein Bär unter Bären, ein Vogel unter Vögeln?«</p>
<p>»Und was macht der Heilige im Walde?« fragte Zarathustra.</p>
<p>Der Heilige antwortete:<br />
»Ich mache Lieder und singe sie,<br />
und wenn ich Lieder mache, lache,<br />
weine und brumme ich: also lobe ich Gott.</p>
<p>Mit Singen, Weinen, Lachen und Brummen lobe ich den Gott,<br />
der mein Gott ist. Doch was bringst du uns zum Geschenke?«</p>
<p>Als Zarathustra diese Worte gehört hatte,<br />
grüsste er den Heiligen und sprach:<br />
»Was hätte ich euch zu geben!<br />
Aber lasst mich schnell davon, dass ich euch Nichts nehme!« –</p>
<p>Und so trennten sie sich von einander,<br />
der Greis und der Mann, lachend, gleichwie zwei Knaben lachen.</p>
<p>Als Zarathustra aber allein war,<br />
sprach er also zu seinem Herzen:<br />
»Sollte es denn möglich sein!<br />
Dieser alte Heilige hat in seinem Walde noch Nichts davon gehört,<br />
dass Gott tot ist!«</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-544" src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/munch_1905-1.jpg" alt="" width="448" height="599" /></p>
]]></content:encoded>
			</item>
		<item>
		<title>(8) Friedrich Nietzsche »Die fröhliche Wissenschaft 276«</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/8-friedrich-nietzsche-die-froehliche-wissenschaft-276/</link>
		<pubDate>Tue, 25 Jul 2006 14:57:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nietzsche, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Nietzsche]]></category>

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		<description><![CDATA[Dauer: 1:05 &#124; Audiodatei herunterladen (1,24 MB)Noch lebe ich, noch denke ich: ich muss noch leben, denn ich muss noch denken. Sum, ergo cogito: cogito, ergo sum. Heute erlaubt sich Jedermann seinen Wunsch und liebsten Gedanken auszusprechen: nun, so will auch ich sagen, was ich mir heute von mir selber wünschte und welcher Gedanke mir [&#8230;]]]></description>
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				<br>Dauer: 1:05 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/8-friedrich-nietzsche-die-froehliche-wissenschaft-276.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (1,24 MB)</u></a><br><br><p>Noch lebe ich, noch denke ich:<br />
ich muss noch leben, denn ich muss noch denken.</p>
<p>Sum, ergo cogito: cogito, ergo sum.</p>
<p>Heute erlaubt sich Jedermann seinen Wunsch und liebsten Gedanken auszusprechen: nun, so will auch ich sagen, was ich mir heute von mir selber wünschte und welcher Gedanke mir dieses Jahr zuerst über das Herz lief, welcher Gedanke mir Grund, Bürgschaft und Süßigkeit alles weiteren Lebens sein soll!</p>
<p>Ich will immer mehr lernen, das Notwendige an den Dingen als das Schöne sehen: so werde ich Einer von Denen sein, welche die Dinge schön machen.</p>
<p>Amor fati: das sei von nun an meine Liebe! Ich will keinen Krieg gegen das Hässliche führen. Ich will nicht anklagen, ich will nicht einmal die Ankläger anklagen. Wegsehen sei meine einzige Verneinung! Und, Alles in Allem und Großen: ich will irgendwann einmal nur noch ein Ja-sagender sein!</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-536" src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/munch-nietzsche.jpg" alt="" width="477" height="599" /></p>
<p>Musik: Fabian Niehaus</p>
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			</item>
		<item>
		<title>(2) Friedrich Nietzsche »Brief an Heinrich Köselitz« und »Ecco Homo«</title>
		<link>https://podcast-lesung.de/2-friedrich-nietzsche-brief-an-heinrich-koeselitz-und-ecco-homo/</link>
		<pubDate>Thu, 22 Jun 2006 17:35:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator><![CDATA[elisa]]></dc:creator>
				<category><![CDATA[Nietzsche, Friedrich]]></category>
		<category><![CDATA[Ecco Homo]]></category>
		<category><![CDATA[Nietzsche]]></category>

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		<description><![CDATA[Dauer: 5:01 &#124; Audiodatei herunterladen (3,63 MB)Friedrich NietzscheMarienbad 1880: Brief an Heinrich Köselitz „…Es sind die härtesten Opfer, die mein Gang im Leben und Denken von mir verlangt hat &#8211; noch jetzt schwankt nach einer Stunde sympathischer Unterhaltung mit wildfremden Menschen meine ganze Philosophie,es scheint mir so thöricht, Recht haben zu wollen um den Preis [&#8230;]]]></description>
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				<br>Dauer: 5:01 | <u><a href="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/audio/2-friedrich-nietzsche-brief-an-heinrich-koeselitz-und-ecco-homo.mp3"  download target="_blank"> Audiodatei herunterladen (3,63 MB)</u></a><br><br><p>Friedrich Nietzsche<br />Marienbad 1880: Brief an Heinrich Köselitz</p>
<p>„…Es sind die härtesten Opfer, die mein Gang im Leben und Denken von mir verlangt hat &#8211; noch jetzt schwankt nach einer Stunde sympathischer Unterhaltung mit wildfremden Menschen meine ganze Philosophie,<br />es scheint mir so thöricht, Recht haben zu wollen um den Preis von Liebe, und sein Werthvollstes nicht mittheilen zu können, um nicht die Sympathie aufzuheben.“</p>
<p>——————————————</p>
<p>Friedrich Nietzsche<br />Ecce homo</p>
<p>Warum ich so weise bin.</p>
<p>1<br />..Mein Vater starb mit sechsunddreißig Jahren: er war zart, liebenswürdig und morbid, wie ein nur zum Vorübergehn bestimmtes Wesen,..</p>
<p>Mitten in Martern, … besaß ich eine Dialektiker-Klarheit par excellence und dachte Dinge sehr kaltblütig durch, zu denen ich in gesünderen Verhältnissen nicht Kletterer, nicht raffiniert, nicht kalt genug bin.</p>
<p>Mein Blut läuft langsam.</p>
<p>Ein Arzt, der mich länger als Nervenkranken behandelte, sagte schließlich: „nein! an Ihren Nerven liegt’s nicht, ich selber bin nur nervös.“</p>
<p><img class="alignnone size-medium wp-image-488" src="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/g-f-watts-600x311.png" alt="" width="600" height="311" srcset="https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/g-f-watts-600x311.png 600w, https://podcast-lesung.de/wp-content/uploads/images/g-f-watts.png 682w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></p>
<p>2<br />Jene Energie zur absoluten Vereinsamung und Herauslösung aus gewohnten Verhältnissen, der Zwang gegen mich, mich nicht mehr besorgen, bedienen, beärzteln zu lassen – das verräth die unbedingte Instinkt-Gewissheit darüber, was damals vor Allem noth that.</p>
<p>Ich nahm mich selbst in die Hand, ich machte mich selbst wieder gesund: die Bedingung dazu jeder Physiologe wird das zugeben &#8211; dass man im Grunde gesund ist.</p>
<p>…für einen typisch Gesunden kann umgekehrt Kranksein sogar ein energisches Stimulans zum Leben, zum Mehr-leben sein. So in der That erscheint mir jetzt jene lange Krankheits-Zeit: ich entdeckte das Leben gleichsam neu,..</p>
<p>ich machte aus meinem Willen zur Gesundheit, zum Leben, meine Philosophie …</p>
<p>Denn man gebe Acht darauf: die Jahre meiner niedrigsten Vitalität waren es, wo ich aufhörte, Pessimist zu sein..</p>
<p>…der Instinkt der Selbst-Wiederherstellung verbot mir eine Philosophie der Armuth und Entmuthigung…</p>
<p>…was ihn nicht umbringt, macht ihn stärker.</p>

<p>&nbsp;</p>
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