(31) Rainer Maria Rilke »La Panthère/ Der Panther«


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    Jardin des Plantes, Paris

    Son regard du retour éternel des barreaux
    s’est tellement lassé qu’il ne saisit plus rien.

    Sein Blick ist vom Vorübergehn der Stäbe
    so müd geworden, daß er nichts mehr hält.
    Il ne lui semble voir que barreaux par milliers
    et derrière mille barreaux, plus de monde.

    Ihm ist, als ob es tausend Stäbe gäbe
    und hinter tausend Stäben keine Welt.

    La molle marche des pas flexibles et forts
    qui tourne dans le cercle le plus exigu
    paraît une danse de force autour d’un centre
    où dort dans la torpeur un immense vouloir.

    Der weiche Gang geschmeidig starker Schritte,
    der sich im allerkleinsten Kreise dreht,
    ist wie ein Tanz von Kraft um eine Mitte,
    in der betäubt ein großer Wille steht.

    Quelquefois seulement le rideau des pupilles
    sans bruit se lève. Alors une image y pénètre,
    court à travers le silence tendu des membres –

    Nur manchmal schiebt der Vorhang der Pupille
    sich lautlos auf – . Dann geht ein Bild hinein,
    geht durch der Glieder angespannte Stille –
    et dans le cœur s’interrompt d’être.
    und hört im Herzen auf zu sein.



    französischer Sprecher: Jérémie Paul
    Klavier: Ulrike Theusner
    Traduction: Claude Vigée

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