(63) Franziska zu Reventlow »Keine Heimat mehr« aus »Gedichte« ca. 1891
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Es wogt um mich das Meer der Schmerzen.
Wüst brennt das Hirn, gedankenleer.
Nur eines, eines kann ich fassen,
ich habe keine Heimat mehr.
Hinab sank mir der Jugend Freude,
hinab in des Vergessens Meer.
Es blieb nur eine heiße Wunde,
ich habe keine Heimat mehr.
Noch immer rauscht das Leben weiter,
es glüht und leuchtet um mich her.
Doch meinen Jammer kann’s nicht stillen –
Ich habe keine Heimat mehr.
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